2021 – Alles auf Anfang?

von Steve Ruholl

Einen guten Start ins neue Jahr zu wünschen ist nun, im Januar 2021, wohl mehr als eine Floskel. Kein Zweifel: 2020 wird für immer in Erinnerung bleiben. Viele litten und leiden unter den notwendigen Beschränkungen zur Eindämmung der alles beherrschenden Pandemie. Auch wenn wir dem vergangenen Jahr erleichtert zum Abschied gewunken haben, so liegt noch ein hartes Stück Weg vor uns, das aber gemeinsam zu schaffen ist. Wir freuen uns auf das Jahr 2021, in dem wir hoffentlich wieder mehr persönlich zusammenarbeiten können und wünschen Ihnen nur das Beste!

Börsen auf Erfolgskurs

Den Ausnahmecharakter des vergangenen Jahres spiegelt auch die Entwicklung der Börsen wider. Auf den schnellsten und heftigsten Crash der vergangenen 30 Jahre folgte eine weitreichende Kurserholung. Die Verfügbarkeit von Impfstoffen gegen Covid-19 hatte im November eine Aufholjagd der Branchen ausgelöst, die unter der Pandemie am stärksten litten. Die Börsen setzen nun auf die Erholung, die für 2021 zu erwarten ist und in Asien bereits beobachtet werden kann. Trotz Corona-Einfluss wird die chinesische Wirtschaft 2020 insgesamt wieder gewachsen sein.

Die zweite Welle der Pandemie ist vor allem ein europäisches Problem. Hier verschlechterten sich die kurzfristigen Aussichten für die Konjunktur angesichts neuer Shutdown-Maßnahmen messbar.

Insbesondere in den USA sind die Hoffnungen auf ein Erstarken der Wirtschaft im kommenden Jahr groß. Damit sind die Aussichten für die Weltkonjunktur 2021 nicht so schlecht. Neben China dürften die USA stark zum Wachstum beitragen. Davon wiederum werden dann exportstarke Volkswirtschaften wie Deutschland und Japan profitieren.

Zeichen der Zeit

Die Anzeichen für eine starke Erholung der Weltkonjunktur sind kaum zu übersehen. So konnten in den vergangenen Wochen nicht alle Transportwünsche umgehend erfüllt werden, weil die Kapazitäten der Containerschiffe erschöpft waren.

Der Weltmarktpreis für Kupfer gilt ebenso als guter Indikator für die Entwicklung. Er war im März 2020 um über 20 Prozent eingebrochen. Doch seit April ging es mit ihm dann wieder aufwärts und im Dezember näherte er sich erstmals seit 2012 der Marke von 8.000 US-Dollar.

Im Moment sieht es also so aus, als könne das Welt-Sozialprodukt, also die Summe aller Waren und Dienstleistungen, die von der Menschheit produziert und bewertet werden, schon im kommenden Jahr höher sein als 2019. Der von der Pandemie erzwungene Rückgang des Welt-Sozialproduktes markiert ein Extrem, welches in dieser Form seit dem Zweiten Weltkrieg noch nicht vorgekommen ist. Den Befürchtungen, dass dies der Beginn einer jahrelangen Wirtschaftskrise ist, steht die weltweite Entwicklung allerdings entgegen.

Auch aus den USA gibt es Positives zu berichten. Unter anderem hatten die ersten bekanntgegebenen Nominierungen durch den zukünftigen Präsidenten Joe Biden und der Beginn der Corona-Impfungen starken Einfluss auf die Wirtschaft. Der Dow Jones überschritt danach erstmals in seiner Geschichte die Marke von 30.000 Punkten.

In Europa vollzieht sich die Erholung etwas gemäßigter. Die Probleme rund um den Brexit und die immer noch steigenden Corona-Infektionen lassen nur eine langsame Erholung der Wirtschaft zu. Dennoch erreichte der EURO STOXX 50 die Nähe der 3.600 Indexpunkte. Diesen Wert hatte der europäische Leitindex zuletzt im März 2020, bevor der Corona-Crash die Börsen erfasste.

Containerschiff HIC GmbH

Image by Alexander Kliem from Pixabay.com
Die Weltwirtschaft ist auf dem Weg.

Fazit

Obwohl 2020 nach einem schlimmen Verlustjahr für Aktieninvestments aussah, könnte es mit nur kleinen Rückgängen oder – je nach Fonds – sogar mit Gewinnen enden.

Sollten Sie noch Fragen zu den Entwicklungen an den Märkten haben, steht Ihnen Ihr FinanzConcepter® gerne persönlich zur Seite.

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Von Published On: 08.01.2021Kategorien: Allgemein0 KommentareSchlagwörter: , , ,

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