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Die Lage im Sommer

von Ulf Hinrichsen

Das Jahr 2019 brachte einige Überraschungen an den Kapitalmärkten. Aber auch bekannte Abläufe waren zu beobachten, denn so manche Entwicklung hielt sich strikt an das Muster eines langjährigen Durchschnitts. Was nun genau geschah und welche Entwicklungen Anleger verblüfften, beleuchte ich heute im Detail.

Griechenlands Weg

Der Athex Composite, der mit 60 Aktien wichtigste griechische Aktienindex, verzeichnete von August 2018 bis August 2019 ein gutes Plus von 15 Prozent. Im gleichen Zeitraum notierten fast alle europäischen Aktienmärkte Verluste. Allerdings finden die guten Nachrichten aus Griechenland, ganz im Gegensatz zu den Krisenzeiten, kaum mehr mediale Beachtung, was nicht heißt, dass Investoren nicht ein Auge auf Griechenland haben. Im Moment reißen sie sich um griechische Staatsanleihen. 2,75 Milliarden Euro gelang es der staatlichen Schuldenagentur PDMA einzusammeln. Die Nachfrage überstieg das Angebot dabei um ein Vielfaches.

Noch ist das griechische Wirtschaftswachstum mit kaum 2 Prozent recht gering und die Bevölkerung leidet unter Arbeitslosigkeit und steuerlichen Belastungen. Jedoch zeigt die wirtschaftsfreundliche griechische Politik erste Wirkung und Anleger haben wieder Vertrauen zum Staat gefunden.

Auch der griechische Aktienmarkt gestaltet sich zunehmend attraktiver. Sank er seit seinem Rekordhoch aus dem Jahr 2007 um satte 90 Prozent, so erholt er sich seit November vergangenen Jahres schrittweise. Wenn es gelingt, die Fortschritte bei der Sanierung des Staatshaushaltes, der Banken und der gesamten Volkswirtschaft aufrechtzuerhalten, hat der Aktienmarkt in den kommenden Jahren viel Potenzial für weitere Kursgewinne.

Die goldene Ära

Ob Gold eine gute Kapitalanlage ist, ist unter Fachleuten seit jeher umstritten. Das unverzinste Edelmetall gilt den einen als nette Liebhaberei und anderen als unverzichtbarer Bestandteil einer Vermögensanlage. Der diesjährige Preisanstieg scheint den Goldliebhabern recht zu geben. Allerdings sitzen jene, die sich mit Gold zu Zeiten der Euphorie 2011 und 2012 eindeckten, bis heute auf Verlusten.

Nun gelangt aber die Zinslosigkeit des Goldes gerade im Umfeld negativer Zinsen zum Vorteil. Wenn Notenbanken die eigene Papierwährung absichtlich abwerten, tragen sie dazu bei, das Verhältnis weiter zugunsten des Edelmetalls zu verschieben.

Letztendlich bestimmt sich der Goldpreis aber auch durch Angebot und Nachfrage. Neben der Kauflust der Anleger hat auch das Verhalten der Notenbanken großen Einfluss. So hat beispielsweise Russland seine Goldreserven in jüngerer Vergangenheit deutlich erhöht.

Aktien im Sommer

Unklare Aussagen des US-Notenbankchefs Powell, der zwar eine Leitzinssenkung bekanntgab, sich aber nicht auf weitere Zinssenkungen festlegen wollte, führten zu einem regen Auf und Ab des populären Dow Jones.

Doch nicht nur vom amerikanischen Markt gab es Rückschläge zu vermelden. Auch in Europa und Asien verzeichneten die Aktienkurse Anfang August deutliche Rückgänge. Da die inverse Zinsstruktur eine Verkaufswelle auslöste, sanken die Leitindizes deutlich. Allerdings wurde das Kursniveau schnell als günstige Kaufgelegenheit erkannt und so konnte sich beispielsweise der DAX in der zweiten Augusthälfte gut erholen.

HIC GmbH - Investments

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Gut beraten, klug investiert.

Auch wenn die Monate August und September statistisch gesehen die schlechtesten Börsenmonate sind, so gibt es doch immer Ausnahmen von der Regel. Verlassen Sie sich nicht allein auf Statistiken und investieren Sie nicht aufgrund eines Saisonmusters. Angesichts der niedrigen und bisweilen negativen Zinsen bleiben Aktien auch langfristig attraktiv.

Fragen Sie Ihren FinanzConcepter® – er berät Sie gern und umfassend.

 

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