Schlechter September – KI für die Zukunft

von Steve Ruholl

Im Mittelpunkt des Börsengeschehens stand auch im September die Entwicklung der Leitzinsen. Ins-
besondere die Frage, ob die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) ihre Zinsen noch weiter anhebt, unverändert belässt oder senken wird, beschäftigte die Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkte. Auch die von vielen erwartete Rezession in den USA ist bislang ausgeblieben.

Vor diesem Hintergrund zeigten die meisten Aktienmärkte zunächst eine Fortsetzung ihrer abwartenden Seitwärtsbewegung. Die mit Spannung erwartete Zinsentscheidung der Europäische Zentralbank (EZB) wurde an den Börsen positiv aufgenommen.

Die US-Notenbank beließ ihre Leitzinsen unverändert, betonte aber ihre Entschlossenheit, weiter das erklärte Zwei-Prozent-Ziel bei der Inflation anzustreben. Somit könnte eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr erfolgen.

Dies enttäuschte Anleger und hatte stärkere Kursverluste an den Aktien- und Rentenmärkten zur Folge.

Technologieaktien, Euro und Dollar

Die als Leitbörsen geltenden US-Aktienmärkte verzeichneten den zweiten Monat in Folge Kursverluste. Der Dow Jones fiel zeitweilig unter 33.500 Zähler, der S&P 500 rutschte unter 4.300 Punkte. Auch die lange beliebten US-Technologieaktien konnten sich mehrheitlich nicht der Kursschwäche entziehen.

Die europäischen Aktienmärkte hatten sich seit April mehrheitlich in einer Seitwärtsbewegung befunden. Mit den Rückgängen beim Euro Stoxx 50 und beim DAX wurden die psychologisch wichtigen Unterstützungen am unteren Rand dieser Seitwärtsbewegung in der letzten Septemberwoche unterschritten.

An den Devisenmärkten stärkte die Aussicht auf höhere US-Zinsen die amerikanische Währung, die damit ihren Zinsvorteil gegenüber dem Euro halten kann. Der Mitte Juli begonnene Aufwärtstrend des US-Dollars setzte sich fort.

Die edlen Metalle

Dem Goldpreis tat die Aussicht auf höhere US-Zinsen für längere Zeit nicht gut. Der Preis für eine Feinunze Gold fiel auf den tiefsten Stand seit März dieses Jahres. Auch der Silberpreis stand im September unter Druck, blieb mit Kursen um 22,50 US-Dollar pro Unze aber in der seit Juni geltenden Bandbreite.

Begeisterung für neue Möglichkeiten

Die Entwicklung der Weltkonjunktur bleibt hinter den Erwartungen zurück, die noch zum Jahresauftakt vorherrschten. Während den USA vielleicht noch ein Soft Landing gelingen kann, enttäuschen vor allem China und Europa – und hier insbesondere Deutschland als größte Volkswirtschaft. Aktieninvestoren agieren vorsichtig. Dementsprechend stehen Aktien unter Druck, die als zyklisch, also konjunkturempfindlich eingestuft werden.

Vor diesem Hintergrund ist die Bevorzugung von Aktien aus der Hochtechnologie verständlich. Denn wo kann man in einer wachstumsschwachen Weltwirtschaft noch Wachstum erwarten? Die Begeisterung für das Wachstumsthema der Künstlichen Intelligenz (KI) lässt sich über diesen Ansatz ein Stück weit erklären.

Ein Laborarbeiter schaut durch eine Glasplatte mit Leiterplattenlinien in einem futuristischen Licht
KI im Healtcare-Sektor ist ein Zukunftsmarkt

(Nachlassende) Aufmerksamkeit für Healthcare-Sektor

Die Aufmerksamkeit, die die Corona-Pandemie bei Investoren auf den Gesundheitssektor gelenkt hatte, hat inzwischen stark nachgelassen. Doch zu Unrecht.

Tatsächlich ist Digital Health ein Wachstumsthema. Beim Boom-Thema Künstliche Intelligenz taucht der eine oder andere Wert aus dem Gesundheitssektor auf. Denn KI hält gerade in dieser Branche, insbesondere in der Medikamentenforschung und der diagnostischen Medizintechnik, rasch Einzug.

An Aufgaben mangelt es weder den forschenden Biotech-Unternehmen noch den großen Pharma-Konzernen. Das bekannte Argument, dass die steigende Lebenserwartung in Industrie- und Entwicklungsländern mit einem Anstieg von Healthcare-Leistungen verbunden ist, gilt heut mehr denn je.

Fazit

Der Healthcare-Sektor einschließlich Biotech bietet sich mittlerweile als preiswertes, antizyklisches Branchen-Investment an und verspricht eine gesunde Beimischung.

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