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Investment: Wie wird 2013?

von Tobias Hoch

Die Zukunft ist wie die Gegenwart – nur etwas länger.

(Don Quisenberry)

Rund um den Jahreswechsel ist die Zeit des Rückblicks auf das vergangene und des Ausblicks auf das kommende Jahr. Das ist nicht nur in der Finanzbranche so – aber dort besonders. Bei der Vorausschau liegt meist kaum jemand richtig, und im Konsens kommt meist heraus, dass die Aktienmärkte zwischen sechs und zehn Prozent steigen, also genau in dem Bereich, in dem sich Aktien bislang langfristig entwickelt haben. Neben einem Rückblick auf die Fakten und Trends des Jahres 2012 wollen wir in diesem Blogbeitrag dennoch auch einen Ausblick auf das Börsenjahr 2013 wagen.

Das Börsenjahr 2012 wird uns sicher in Erinnerung bleiben. Zu Beginn des Jahres lagen die durchschnittlichen Kurszielschätzungen der Analysten für den DAX bei etwa 6400 bis 6600 Punkten. Das Börsenjahr endete aber bei 7683 Punkten – also hat niemand der Analysten auch nur im Ansatz Recht behalten. 2012 war also alles andere als leicht prognostizierbar.

2012 war das Jahr der Aktien “aus der ersten Reihe”: Viele Aktien aus dem Deutschen Aktienindex haben sich beeindruckend positiv entwickelt. Wertpapiere aus der zweiten und dritten Reihe wurden dagegen weniger beachtet, Nebenwerte führten ein Schattendasein. Anleger aus dem Bereich der Edelmetalle hatten in 2012 nichts zu lachen: Die kanadische „Venture Exchange“ (CDNX) notiert auf dem zweitniedrigsten Stand seit 2008, Gold und Silber legten auf Jahressicht hingegen leicht zu. Fazit: 2012 war für den einen Freud und für den anderen Leid, die deutsche Wirtschaft hat diese schwierigen Bedingungen aber gut gemeistert.

“Achte auf deine Nachbarn” halten wir für einen wichtigen Leitsatz für 2013, denn aus unserer Sicht kann sich Deutschland nicht vollständig von der wirtschaftlichen Entwicklung der Nachbarländer abkoppeln. Zwar rechnen wir auch für 2013 mit eher schwankenden Börsenkursen. Gleichzeitig erwarten wir aber, dass sich die deutsche Wirtschaft im Zuge einer Stabilisierung der Eurozone sowie einer Belebung in den Schwellenländern ab dem Frühjahr erholt.

Die Bundesregierung sagt für 2013 ein Wirtschaftswachstum von einem Prozent voraus, die Bundesbank ist mit plus 0,4 Prozent skeptischer. Auch der Arbeitsmarkt dürfte weiter stabil bleiben. Die Inflation könnte sich bei stabilen bis leicht sinkenden Ölpreisen, begünstigt durch die effiziente Förderung von Ölschiefer vor allem in den USA, im Verlauf des Jahres leicht abschwächen.

Darüber hinaus könnte 2013 vor allem das Jahr der Aktie werden: Viele Aktien, vor allem deutsche Blue Chips, sind sehr günstig bewertet. Bei weiter sinkenden Anleihenrenditen durch die niedrigen Zinsen der Nationalstaaten könnte sich dieses Missverhältnis auch bald bei den Privatanlegern herumsprechen, die bisher Aktien weitestgehend meiden.

Insgesamt sind solche Ausblicke jedoch nicht viel mehr als ein Blick in die Glaskugel. Wir können daher jedem Anleger nur empfehlen, sein Portfolio durch die Mischung verschiedener Anlageformen wie Immobilien, Investmentfonds, Edelmetalle oder Edelholz breit aufzustellen. Den passenden Rat dazu liefert Investoren-Legende Warren Buffett: “Seien Sie ängstlich, wenn die Welt gierig ist, und seien Sie gierig, wenn die Welt ängstlich ist.”

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