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Hack- und Cyberangriff

von Steve Ruholl

Faktor Mensch

Die Zahl scheint unglaublich, doch sind etwa 62 Prozent der Täter, die Datendiebstahl und Sabotage verüben, aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter. Eine Untersuchung des Bundesministeriums für Wirtschaft ergab kürzlich, dass etwa ein Viertel der kleineren bis mittleren Unternehmen Daten nicht oder nur unregelmäßig sichert. Dieser Leichtsinn kann kaum berechenbare Folgen haben.

Gehackt und keine Ahnung

Ob man nun den Kopf in den Sand steckt, oder es mit Lothar Matthäus hält und es umgekehrt versucht: man kann vor der Gefahr, gehackt zu werden, nicht die Augen verschließen. Sogar der ehemalige und inzwischen sehr berühmte FBI-Direktor James Comey war sich vor drei Jahren sicher: „… Die einen sind gehackt worden. Die anderen wissen es nur noch nicht.“ Die Rede war dabei von Unternehmen und deren offensichtlicher Vogel-Strauß-Taktik gegenüber der nicht greifbaren Gefahr eines Cyberangriffs.

Tatsächlich ist es aber so, dass die Gefahren für Firmen weit größer sind, als sich viele Unternehmer eingestehen wollen. WannaCry und Petya/NotPetya dürften allen noch ein Begriff sein und die durchaus als erfolgreich zu bezeichnenden Massenangriffe haben Schäden hinterlassen, deren Ausmaß atemlos zurücklässt. Weltweit waren Produktionen, Krankenhäuser oder Logistikanlagen außer Betrieb gesetzt und erst gegen Lösegeldzahlung wieder freigegeben worden. Von Ransomware dieser Art sind inzwischen mehr als zehn Millionen Varianten bekannt.

56 Prozent der Unternehmer fühlen sich „ungehackt“

Die Unternehmen, die bereits Opfer einer Attacke waren, werden sicher in Zukunft alles Erdenkliche dafür tun, unbeschadet die nächsten Wellen zu überstehen. Alle anderen stehen mit ungeschütztem Rücken und nackt in der offenen Brandung. Schäden in Höhe von rund 65 Milliarden Euro wurden allein in Deutschland im vergangenen Jahr verursacht. Wer nun immer noch meint, das ginge ihn nichts an, der möge sich vielleicht doch besser am philosophischen Stammtisch der Fußballikonen beteiligen.

Land der „Hidden Champions“ — Land der Attacken

60 Prozent aller „Hidden Champions“, also relativ unbekannte größere Unternehmen, bis hin zum Weltmarktführer sind in Deutschland ansässig und gerade diese Unternehmen sind ein beliebtes Ziel von Attacken. Fremde Nachrichtendienste und Konkurrenzunternehmen sind äußerst findig, wenn es um das Erreichen ihrer Ziele, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse abzugreifen, geht. Digitalisierung und Vernetzung stehen auf der einen Seite – Sicherheit auf der anderen.

Das Netz ist für die Kommunikation unabdingbar und die Produktionsanlagen laufen allein durch Computersteuerung und Fernwartung über das Internet.

Doch genau hier liegt auch die für Hacker beliebte Schwachstelle des Systems. Angriffe auf Industrieroboter können komplette Produktionen stoppen und für Ausfälle in Millionenhöhe sorgen. Leider ist es auch kein futuristisches Szenario mehr, dass Angreifer die Roboter so beeinflussen, dass diese nicht nur ihren Dienst versagen, sondern ihre Aufgaben in gefährlichem Ausmaß variieren.

Dass dies durchaus zur Gefahr für Leib und Leben der Mitarbeiter gereicht, muss wohl nicht näher erläutert werden.

Photo by mrsiraphol / Freepik

Wenn Roboter plötzlich ein Eigenleben entwickeln, sollte man gut versichert sein

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