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Für wen ist eine Glasversicherung sinnvoll?

von Finn Broocks

Glasscheiben sind ein zerbrechlich Gut.

Wie jeder weiß, kann es ganz schnell passieren, dass eine Glasscheibe oder -platte zerbricht. Die Reparatur oder der Ersatz der zerstörten Scheibe kann durchaus sehr teuer werden.

Doch wer übernimmt die Kosten dafür?

Ihre Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung entschädigt Sie im Schadensfall nur dann, wenn dieser Schaden durch eine versicherte Gefahr, wie zum Beispiel durch Feuer oder Hagel, entstanden ist. Für alle anderen Schäden kommt, sofern vorhanden, die Glasversicherung auf.

Die Glasbausteine im Versicherungswesen

Die Glasversicherung ist ein eigenständiger Versicherungsvertrag, welcher in Kombination mit der Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden kann. Sie deckt sowohl die Mobiliar- als auch die Gebäudeverglasung ab.

Zur Gebäudeverglasung zählen Glasbausteine wie Fenster, Türen, Wintergärten oder auch Duschkabinen. Unter Mobiliarverglasung versteht man unter anderem Glasscheiben von Bildern, Schränken, Tischen sowie Spiegel. Pauschal nicht versichert sind Hohlgläser, wie z.B. Vasen, Aquarien und Beleuchtungskörper, oder die Beschädigung von Oberflächen und Kanten durch Kratzer. Falls Sie Ihr teures Aquarium oder Ihr Cerankochfeld abgesichert wissen möchten, benötigt dies einer gesonderten Vereinbarung und Angabe im Versicherungsschein.

Welche Kosten werden von der Glasversicherung übernommen?

Die Glasversicherung übernimmt die Kosten für die Entsorgung der beschädigten Sachen und für die Wiederbeschaffung eines gleichwertigen Gegenstandes. Die Lieferungs- sowie Montagekosten werden ebenfalls erstattet. Auch Ausgaben für eine Notverglasung, weil die richtige Scheibe zum Beispiel beim Hersteller extra angefertigt werden muss, werden übernommen.

Nun gilt es noch zu beachten, in welcher Beziehung Sie zu der zu versicherten Immobilie und deren Glas stehen. Je nachdem muss die Glasversicherung entweder in der Wohngebäude- oder der Hausratversicherung integriert werden.

Sie sind Eigentümer und bewohnen die Immobilie selbst:

In dieser Situation ist es zu empfehlen, eine Glasversicherung über die Hausratversicherung abzuschließen. Denn dann sind sämtliche Verglasungen, ob Gebäudefenster oder Glastisch, mitversichert. Würden Sie den Glasbaustein über Ihre Wohngebäudeversicherung mit einschließen, wäre auch ausschließlich nur die Gebäudeverglasung versichert. Die Kosten des zu Bruch gegangenen Tisches hätten Sie dann selbst zu tragen.

Sie sind Mieter:

Als Mieter stellt sich die Frage, in welcher von beiden Versicherungen der Glasbaustein eingeschlossen werden soll, nicht. Da Sie nicht der Gebäudeeigentümer sind, bleibt für Sie nur der Einschluss in die Hausratversicherung möglich. Hierbei ist besonders zu beachten, dass Sie als Mieter für Schäden an Glasbausteinen, die Ihnen zum Gebrauch überlassen wurden, haften müssen. Wenn also eine Fensterscheibe zu Bruch geht oder das Cerankochfeld, das vom Vermieter eingesetzt wurde, müssen Sie diesen Schaden beseitigen und ersetzen. Normalerweise kommt die Privathaftpflichtversicherung für Mietsachschäden auf. Da in der Haftpflicht aber Glasbausteine ausgeschlossen sind, ist eine separate Absicherung vonnöten.

Eine Glasversicherung kann sich aber auch für Sie lohnen. Wenn Sie beispielsweise kleine Kinder und teure Glaselemente haben, wäre es ratsam, sich um eine gute Versicherung zu kümmern. Hier muss das Risiko abgewogen werden, mit welcher Wahrscheinlichkeit etwas kaputt gehen kann. Mit dem Hintergrund, dass eine Privathaftpflichtversicherung keine Glasschäden in der eigenen Mietwohnung erstattet, empfehlen wir Ihnen diesen Einschluss. Ein Schaden kann auch für Sie, als Nicht-Eigentümer, sehr teuer werden.

Konstantin Brückner / pixelio.de

Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit und schon ist es passiert.

Sie sind Gebäudeeigentümer und vermieten die Immobilie:

Als Eigentümer eines vermieteten Gebäudes haben Sie die Wahl zwischen zwei verschiedenen Arten der Glasversicherung. Beide sind über die Wohngebäudeversicherung mit einzuschließen. Sie können sich für eine Versicherung für die Verglasung des gesamten Gebäudes entscheiden. Dieser Baustein beinhaltet sämtliche Außen- und Innenverglasungen, aber auch Scheiben von Sonnenkollektoren oder Dachverglasungen.

Eine andere Möglichkeit ist die Absicherung der Verglasung, die nur dem allgemeinen Gebrauch dient. Hier werden dann nur Glaselemente abgesichert, die sich zum Beispiel im Treppenhaus oder im Gemeinschaftskeller befinden. Die Wohnungsfenster oder Scheiben in Türen innerhalb der Wohnung sind dann nicht versichert.

Falls das Thema Glasversicherung für Sie interessant ist oder Sie noch Fragen dazu haben, wenden Sie sich einfach an Ihren persönlichen HIC-FinanzConcepter® oder rufen Sie uns an unter (040) 27 87 57-0.

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