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Cybercrime mal ganz privat

von Steve Ruholl

Das Internet der Dinge

Natürlich ist es smart, seine Wohnung mit allerlei Komfort auszustatten. Ein intelligenter Smart-TV und Smart-Home-Anlagen sind hier bei Technikbegeisterten selbstverständlich Standard. Über eine App kann man die Klimaanlage regeln, das Licht dimmen oder den Kühlschrank ansteuern. Aber smarte Geräte bieten auch für Angreifer von außen jede Menge Luxus.

Für Profis ist es beispielsweise ein Leichtes, sich über den Router Zutritt zum Herzen des digitalen Hauses zu verschaffen. Und, dass möglicherweise Tausende von Euros durch Fremdzugriff und die Nutzung teurer Hotlines im Ausland verschwinden, ist immer noch keine Seltenheit.

So stellte BKA-Präsident Holger Münch unlängst im Rahmen einer Fachtagung in Berlin klar, dass neben diesen offenkundigen Schadenfällen die Dunkelziffer indes noch bedeutend größer sei. Dabei gehen die digitalen Straftäter zunehmend raffinierter vor. Nicht durchgeführte Sicherheitsupdates oder das Belassen von Zugangsdaten im Auslieferungszustand kann durch Hacks zu Energiemehrverbrauch von Elektrogeräten bis hin zu deren Zerstörung führen. Auch nutzen professionelle Cyberkriminelle Sicherheitslücken aus und lassen Smart-Home-Geräte zu Zombies in einem globalen Botnet (Schadprogramme (Bots) verbinden Computer zu riesigen Netzwerken, den sogenannten Botnets – ohne dass der Nutzer es ahnt) werden. Somit können erhebliche Schäden bei Dritten verursacht werden – aber wer haftet für diese?

Cyberversicherung auch für Verbraucher

Während in Unternehmen das Bewusstsein für die digitalen Gefahren stark gestiegen ist, sieht es bei den privaten Haushalten weniger rosig aus. Dabei zählen Angriffe durch Hacker oder Schadprogramme wie Viren und Trojaner ebenso wie Betrugsdelikte im Online-Banking oder in Fake Shops bis hin zu sexueller Belästigung und Cybermobbing zu den häufigsten Delikten im privaten Digitalumfeld.

Durch eine individualisierte Cyberversicherung für Privathaushalte sind im Smart-Home-Bereich Schäden meist bis zu 15.000 Euro gedeckt. Diese entstehen oft durch Energiemehrverbrauch, Reparatur- oder Wiederbeschaffungskosten, wenn die Geräte angegriffen wurden. Selbst Haftpflichtansprüche aus Cyberattacken sind zumeist bis zu 3.000 Euro versichert.

Auch sind im Allgemeinen Angriffe über den Telefonrouter, Betrug durch Online-Shops, Cybermobbing oder Hackerangriffe auf Online-Konten durch den gewählten Versicherungstarif abgedeckt.

photo by freepik.com

Ein Smart-Home ist praktisch – für Nutzer und Kriminelle.

Natürlich konnte hier nur ein kurzer Überblick zur Cyberversicherung für Privathaushalte gegeben werden. Gerne steht Ihnen Ihr FinanzConcepter® mit noch detaillierteren Informationen zur Seite.

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